Die Geschichte der Keramikscheune Spickendorf
Gründung & Aufbau (ab 1991)
Start auf Märkten: Nach der Wende (1991) wagten sich Dr. Monika und Harry Häder – eine promovierte Historikerin und ein Automatisierungstechniker – auf den Markt. Sie kauften Überbestände von Keramikfabriken auf und verkauften sie auf regionalen Märkten.
Suche nach Standort: Ihr Ziel war klar: ein eigenes Objekt. Sie entdeckten einen ehemaligen LPG-Hof (Gutshof) in Spickendorf, den sie nach dem Erwerb behutsam umbauten.
Schrittweises Wachstum:
Umbau der Zwiebelhalle zur Verkaufsfläche für Wohnkeramik, Porzellan, Floristik u.a.
Einführung von Events: Glasbläser, Orchideen-Shows, Pflanzenausstellungen.
2004 Bau der „Bauernschaenke“, 2005 folgt der „Gutsherrensaal“ – beliebt für Hochzeiten, Feiern und Besuchergruppen.
Blütezeit: Vom Familienunternehmen zum Ausflugsziel
Riesiges Angebot: Auf ca. 2.000 m² (Innenbereich) und 1.500 m² (Außenfläche) wurden nicht nur Keramik, Wein und Geschenkartikel verkauft, sondern auch Dauerausstellungen (Kakteen, Orchideen) und saisonale Highlights wie Weihnachts‑ und Osterdekoration.
Beliebter Ausflugsort: Bis zu 300.000 Besucher jährlich – darunter Busgruppen, Blumenfans und Deko-Liebhaber.
Teamaufbau: Aus dem Start-up mit zwei Personen wurde nach wenigen Jahren ein Betrieb mit etwa 35 Mitarbeitenden.
Krise & Schließung (2024)
Schwierige Rahmenbedingungen: Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg führten zu Umsatzrückgängen bei stark steigenden Kosten. Trotz Kreditaufnahme konnte die Lage nicht stabilisiert werden.
Verkauf & Ausreise: Im Juli 2024 schlossen Alexandra und Raik Häder die Türen, informierten ihre 28 Mitarbeiter und zogen nach Costa Rica, das Anwesen wurde an Michael Westermann und Ronny Kirchner, Inhaber einer Immobilien- und Eventagentur verkauft.
Neuanfang: „Unique by Schilling“ (ab 2025)
Übernahme durch ehemaligen Azubi: Ehemaliger Azubi der Keramikscheune Spickendorf, Sascha Schilling, mietete die Räumlichkeiten und ergriff die Chance – mit eigenem Konzept.
Neueröffnung am Valentinstag 2025: Am 14. Februar 2025 wurde die „Keramikscheune“ als Unique by Schilling erneut eröffnet – mit kompakter Fläche (ca. 500 m²), Sortiment aus Handwerk, Floristik, Deko, Wohnaccessoires und regelmäßigen Events mit Live-Vorführungen von Glaskünstlerin Anja Stötzer und Zinngießer Ingo Schneppel.
Ehrung der Tradition: Stammkunden wurden mit Rabattkarten und Gewinnspiel begrüßt, viele Mitarbeiter blieben dem neuen Projekt erhalten.
Fortsetzung kultureller Events: Bereits zu Ostern 2025 lud man wieder zur Veranstaltung („Zinngießen, Keramik bemalen, Glaskunst“) ein.
Heute und Ausblick
Ein Ort der Begegnung: „Unique by Schilling“ bringt das Beste aus dem alten Konzept – Handwerk, Kreativität, Gemeinschaft – in neuer Form zurück.
Moderne Tradition: Auf etwa einem Viertel der ursprünglichen Fläche macht Sascha Schilling aus Tradition frischen Wind – mit Fokus auf Design, Erlebnis und Lifestyle.
Zukunftsperspektive: Weitere Veränderungen und Aktionen sind geplant – „Tradition mit Trend“ lautet das Motto.
Erweiterung und Ausbaupläne
Ständige Erweiterungen der Ladenfläche im Jahr 2025: Im Jahr 2025 wurde die Ladenfläche der Keramikscheune stetig erweitert. Zum Beispiel kam die beliebte Vinothek wieder in einem eigenen Raum dazu. Hier können edle Weine verkostet (gegen eine kleine Spende) und erworben werden. Der Geschäftsführer, Sascha Schilling, ist hoch motiviert, die Keramikscheune Spickendorf zur alten Größe wieder auszubauen, immer mit dem Fokus auf ein hochwertiges, ausgesuchtes Angebot, welches die Kunden nicht "erschlägt".
Neueröffnung der "Bauernschänke": Seit dem 15. August 2025 ist die beliebte Gaststätte "Bauernschänke" wieder eröffnet. Die Toiletten, der Gastraum und die Küche wurden renoviert. Bei schönem Wetter kann man auch alle Speisen und Getränke im Biergarten genießen.