Voraussetzungen
Ich reise grundsätzlich mit meinem mobilen Arbeitsplatz an. Wenn ich in einer Event-Location
nicht vorführen kann / darf, dann komme ich nicht zu diesem Event.
Meine eigene Ausstattung / Was ich mitbringe (Arbeitsplatz)
- Arbeitstisch mit Metallplatte
- eigener Feuerlöscher
- 5,00 m² Glasfaser-Brandlöschdecke (trocken bis 1000°C)
- Propangas-Flasche (5 kg) mit Schlauch, Manometer und Rückschlagsicherung
- Sauerstoff-Flasche (20 kg) mit Schlauch, Manometer und Rückschlagsicherung
- zertifizierter Tischbrenner "Big Arni" (Seite 34 des Kataloges) von Arnold
- diverse Werkzeuge
Sauerstoff- und Propangasflaschen stehen grundsätzlich in meiner Griffreichweiteweite, damit ich im Bedarfsfall (der in meiner Selbständigkeit noch nie eingetreten ist, auf Grund sorgsamen Umgangs) schnell reagieren und die Gasezufuhr sofort stoppen kann.
Veranstaltungs-Location in Innenräumen
- die Mindestdeckenhöhe muss 2,90 m betragen
- über dem Arbeitsplatz darf sich kein thermoelektrischer Deckenbrandmelder befinden
- über dem Arbeitsplatz sollte sich kein herkömmlicher Standard-Deckenbrandmelder
(Rauchmelder) befinden
- in der Nähe des Arbeitsplatzes sollten sich keine leicht entzündlichen Materialien befinden, wie
Gardinen etc.
- die Räumlichkeit, in der ich vorführe muss gut belüftet sein, entweder über Fenster zum
stoßlüften oder über mehrere verbundene Räume
- ein Stromanschluss wäre ein "nice to have", ist aber nicht zwingend nötig. Wenn ein Strom-
anschluss bereit gestellt wird, dann 230V-Schutzkontaktsteckdose
Leistungsentnahme in Innenräumen ca. 120W
- die erforderliche Gesamtgröße meines Standes (incl. Tische, Ware) beträgt 8m x 4m
- Es ist auf eine ausreichende Breite von Gängen zwischen Ausstellerreihen zu achten, da die
Kunden und Interessierten vor meinem Stand stehen bleiben, mir beim arbeiten zusehen und
somit den Gang blockieren könnten
- die Aufbauzeit meines Standes, inklusive Entladen meines Transporters beträgt ca. 4 Stunden
die Abbauzeit beträgt ca. 3 Stunden
- bei 1-Tages-Veranstaltungen müssen Tische vom Veranstalter bereit gestellt werden
mindestens 9 laufende Meter, mindestens 60cm Tiefe
Veranstaltungs-Location im Freien
- gerade Fläche
- Untergrund Rasen zur Verspannung meines Pavillons mittels 40cm und 60cm Schwerlast-
bodenankern, Materialstärke 4mm (nein, Gewichte an den Pavillon-Füßen reichen nicht bei
Sturm und Unwetter, das weiß ich aus eigener Erfahrung - eine Standfestigkeit bei Windböen
bis 120 km/h versuche ich bei meinem "mobilen Bunkerbau" anzustreben)
- nach Möglichkeit schattiger Platz
- die erforderliche Gesamtgröße meines Standes (Pavillon, Verspannung) beträgt 8m x 5m
- mein Pavillon ist schwarz. Das hat arbeitschtechnische Hintergründe, denn ich muss meine
Flamme beim arbeiten sehen. Jede andere Farbe verfälscht die Farben meiner Glasstäbe oder
es ist zu hell zum arbeiten.
Es gibt Veranstalter, die bei der Optik des Events ausschließlich auf weiße Pagoden setzen.
Wenn mein Pavillon das Gesamtbild beeinträchtigt, kann ich an solchen Events nicht
teilnehmen.
- Stromanschluss 230V Schutzkontaktsteckdose - Leistungsentnahme ca. 500W, zu kalten
Jahreszeit ca. 700W
- die Aufbauzeit meines Standes, inklusive Entladen meines Transporters, Aufbau und
Verspannung meines Pavillons, beträgt im Freien ca. 5-6 Stunden die Abbauzeit beträgt
ca. 4 Stunden
Veranstalter von Mittelalter-Events
- Mein Pavillon ist so, wie er ist. Ich werde keine mittelalterliche Dekoration mittels brenn-
baren Leinen- und Jutetüchern vornehmen.
- Ich werde keine mittelalterliche Dekoration meines Arbeitsplatzes, meiner Gas- und
Sauerstoff-Flaschen mittels brennbaren Leinen- und Jutetüchern vornehmen.
- Ich werde mein Handwerk nicht über Holzkohlefeuer vorführen. Das ist zwar für Besucher
interessant, aber das Glas hat sich über die Jahrhunderte in seiner Zusammensetzung
geändert. Zur Zeit des Römischen Reiches schmolz das Glas bereits bei 800°C. Das funktio-
nierte über einem Holzkohlefeuer. Die Glasstäbe, die ich verarbeite sind erst ab 1250°C
bieg- und formbar. Auch wenn einige Veranstalter schon auf Mittelalter-Events gesehen haben,
dass man Glasperlen über Holzkohle fertigen kann, so sind diese Vorführungen und Produkte
eher Show. Das, was verkauft wird, ist in den heimischen Werkstätten und Ateliers entstanden,
mit aktueller Technik.
Allgemeines
- Das "Darf ich das auch mal ausprobieren?" kann ich aus versicherungstechnischen
Gründen leider nicht anbieten. Ich, als Kunstglasgestalter arbeite mit anderer Technik als
der Kunstglasbläser (es ist zwar ein Gesamtberuf, hat aber große Unterschiede).
Vielleicht, das ist allerdings noch "Zukunftsmusik", lege ich mir einen zweiten Arbeitsplatz zu,
wo ich das "selbst eine Kugel blasen" anbiete. Allerdings ist es ein recht kostenintensiver
Spaß, da ich dafür ganz anderes Equipment benötige (zusätzlich einen weiteren Arbeitsplatz,
Brenner mit Hohlglasdüse, Gebläse oder Kompressor, Verteiler für Propangas und Sauerstoff,
Hohlglasrohlinge, Granulate etc.) - zack 10.000,- € weg.
- In Werbeankündigungen und Zeitungsartikeln bitte nicht von "Lauschaer Glas" oder
"Lauschaer Glaskunst" sprechen.
Ich komme aus Cursdorf und nicht aus Lauscha. Lernen kann man den Beruf
Kunstglasbläser / Kunstglasgestalter zwar nur in Lauscha (für ganz Deutschland), allerdings
lege ich großen Wert darauf - auf Grund der früheren Überheblichkeit und Arroganz der
Lehrausbilder der Berufsfachschule Lauscha und einiger Lauschaer Glasbläser
("Was? Ihr wollt Glasbläser werden? Ihr seid doch garnicht aus Lauscha") - dass ich mit
meinen Heimatort Cursdorf und nicht mit Lauscha in Verbindung gebracht werde.
- Standgebühren sollten im Rahmen bleiben. Ich sorge mit meiner Handwerksvorführung
unter anderem für das Entertainment der Besucher - sehen, erleben, staunen
Es gibt Veranstaltungen bei denen ich sogar Gage bekomme, allerdings gibt es auch Veran-
stalter, die der Meinung sind 36,- € bis 70,- € für den laufenden Meter des Standes oder
20,- € für einen Quadratmeter des Standes pro Tag, zusätzlich 100,- € Strom für maximal
700W(230V-Schukosteckdose) nehmen zu müssen...
Sorry, das kann man bei Händlern machen, deren Produkte sich im hohen 4-stelligen
Euro-Bereich bewegen, aber nicht bei Kunsthandwerkern, welche Produkte im 1-stelligen oder mittleren 2-stelligen Euro-Bereich herstellen und verkaufen.